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Wenn von Essstörungen die Rede ist, geht es nahezu immer um Magersucht und Bulimie. Beide Störungen sind eindeutig als Krankheiten anerkannt, die Öffentlichkeit empfindet Mitgefühl mit den Betroffenen und rät ihnen dringend, sich Hilfe in einer Beratungsstelle, Therapie oder Klinik zu suchen. Magersucht und Bulimie gelten als Krankheiten. Dicke Essgestörte aber gelten nicht als krank, sondern lediglich als charakterschwach.
Klar ist: Genausowenig wie jede/r Essgestörte dick ist, ist jede/r Dicke essgestört. Trotzdem gibt es eine Menge dicke Menschen, die mit süchtigem Verhalten zu kämpfen haben – und sich oft genug dem Essen gegenüber wehrlos und ausgeliefert fühlen.
Die häufigsten Formen von Essstörungen bei Dicken sind:
-Essen gegen schlechte Gefühle
-Essen gegen „Langeweile“
Das Suchtverhalten zu durchbrechen ist für dicke Essgestörte genauso schwierig wie für Magersüchtige und Bulimikerinnen. Meist dauert es Jahre bis zu einer wirklichen Veränderung, weil sich das Essen längst verselbständigt hat und ein Eigenleben führt, so dass man den wirklichen Ursachen erst einmal wieder auf die Spur kommen muss. An dieser Stelle soll eine Textsammlung zum Thema "Essstörungen" entstehen. |