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Ernährung
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(d) 02.04.2009 - Seit der Staat als Super-Nanny über die Bevölkerung wacht und beschließt, wer sich was und wie viel in den Mund schieben sollte (demächst müsste hier vermutlich "darf" stehen), kann sich jeder direkt beim Einkaufen ein Bild darüber machen, wie schwer seine Lebensmittel auf der Seele wiegen. Zusätzlich zum Einkaufszettel sollten wir am besten gleich noch den Taschenrechner mitnehmen. Grundsätzlich ist es natürlich nicht verkehrt, sich schnell einen Überblick über die Inhaltsstoffe verschaffen zu können. Leider ist die Zutatenliste immer noch genauso klein und oftmals schlecht lesbar. Aber immerhin weiß man jetzt, wie viel "% des Richtwertes für die Tageszufuhr basierend auf einer Ernährung von 2000 kcal" man pro Portion zu sich nimmt. Phantastisch ausgearbeitet das Ganze. So verkümmert eine liebevoll zubereitete und genussvoll eingenommene Mahlzeit zur "Tageszufuhr". Irgendwie muss dem Bürger ja der Spaß am Essen genommen werden. Interessant ist auch, dass man pauschal von einem festgelegten Bedarf ausgeht. Statt also einfach die Aufnahme von Eiweißen, Kohlenhydraten und Fetten in Grammzahlen anzugeben, wird dem mündigen Bürger sogar hier abgesprochen zu entscheiden, wie viel er davon zu sich nehmen sollte. Lustige Auswüchse bekommt diese Ernährungsnavigation bei Kräutertee. Nichts Böses denkend möchte man sich etwas Gutes tun und sich ein paar Kräutertees holen, um diese zu genießen. Aber nicht ohne den Hinweis auf der Verpackung, dass jede Tasse des mit 200 ml Wasser zubereiteten Tees jeweils 0% "des Richtwertes für die Tageszufuhr basierend auf einer Ernährung von 2000 kcal" an Kalorien, Zucker, Fett, gesättigten Fettsäuren und Natrium enthält. Ohne nörgeln zu wollen, doch diese Information hätte man sich getrost sparen können. ... über dieses Thema im Dicken Forum diskutieren ... |


